D: Neonazistische „Symbolpolitik“ für Horst Mahler vor dem ungarischen Konsulat

DÜSSELDORF: Exakt 50 Neonazis, unter ihnen nur vier Frauen, demonstrierten am 28. Mai 2017 in der Nähe der Königsallee und 30 Meter vom ungarischen Generalkonsulat entfernt unter dem Motto „Freiheit für Horst Mahler! Keine Auslieferung an die BRD-Gesinnungsjustiz“. Angemeldet hatte die Aktion die neonazistische Partei „Die Rechte“. Aus Düsseldorf beteiligten sich gerade einmal vier Personen: ein ehemaliger DÜGIDA-Gänger aus dem „Fortuna Terror“-Spektrum, ein rechter Jugendlicher mit Sympathien für die „Jungen Nationaldemokraten“, ein „Republikaner“-Sympathisant und der „parteifreie“ Düsseldorfer Neonazi-Platzhirsch Sven Skoda. Lokale Funktionsträger_innen der „Die Rechte“ und NPD blieben der Versammlung fern.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Um sich seiner bevorstehenden erneuten Inhaftierung zu entziehen, setzte sich der notorische Antisemit und Holocaustleugner Horst Mahler in das von der extremen Rechten hochgelobte Ungarn ab und beantragte dort politisches Asyl. Seitdem sitzt er in Abschiebehaft, und ein recht kleiner Teil der extremen Rechten in Deutschland solidarisiert sich mit ihm.

„D: Neonazistische „Symbolpolitik“ für Horst Mahler vor dem ungarischen Konsulat“ weiterlesen

D: Auf den Spuren von Führer, Volk und Vaterland

DÜSSELDORF: Am Freitag, 21. April 2017, starten Neonazis eine Wochenendrundreise auf den Spuren ihrer historischen Vorbilder, die sie am Samstag und Sonntag auch nach Düsseldorf führen wird. „LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen“ berichtet hierüber aktuell. Aufgrund des starken Düsseldorf-Bezugs wird dieser Artikel von Alexander Brekemann und Laura Kunzstein im Folgenden komplett dokumentiert – mit freundlicher Genehmigung der LOTTA.

„D: Auf den Spuren von Führer, Volk und Vaterland“ weiterlesen

D: Schwache REP-Präsentation in ihrer Garather Hochburg

DÜSSELDORF: Gerade einmal 40 Personen wurden bei der gestrigen Wahlkampfkundgebung der „Die Republikaner“ in Düsseldorf-Garath gezählt. Und das auch nur für kurze Zeit und erst lange nach Beginn der Kundgebung, die unter dem Motto „Bürgerprotest: Sicherheit statt Asylchaos und Terror“ stand. Die Partei zeigte sich dennoch zuversichtlich hinsichtlich ihres Antritts bei den Landtagswahlen in NRW am 14. Mai 2017.

Bis zum Eintreffen einer 20 Personen starken Gruppe Garather Neonazis, rechten Hooligans und Kneipengänger_innen um Kai Kratchovil und Klaus Wille – fast ausschließlich Männer – eine Stunde nach dem offiziellen Beginn der Aktion um 15 Uhr waren es gerade einmal 20 Personen, die auf den Beginn der Kundgebung warteten. Bis die Lautsprecheranlage vor Ort und funktionsbereit war und der REP-Landesvorsitzende Andre Maniera die Auflagen verlesen konnte, verstrichen aber noch 50 ungenutzte Minuten der auf zwei Stunden angesetzten Aktion. Als erster Redner durfte dann der Garather REP-Lokalmatador, -Kreisvorsitzende und auf Platz 2 der Landesliste positionierte Karl-Heinz Fischer ans Mikro. Wie gewohnt wusste er rhetorisch zu überzeugen und die „Macht vor Ort“ zu repräsentieren. Seine „zwei Schäferhunde“, so Fischer, würden „besser funktionieren als manche Asylanten“.

„D: Schwache REP-Präsentation in ihrer Garather Hochburg“ weiterlesen

D: „Die Republikaner“ im Rather Abseits

DÜSSELDORF: Nach einer großzügigen, fast halbjährigen Demonstrationspause in der Landeshauptstadt hatte die extrem rechte Partei „Die Republikaner“ für den 1. März 2017 in den Düsseldorfer Norden auf den Rather Hülsmeyerplatz geladen (Drex berichtete im Vorfeld). Doch nur zehn Personen nahmen letztendlich an der Kundgebung unter dem Motto „Sicherheit statt Asylchaos“ teil. Zu Beginn waren es sogar nur sechs gewesen, darunter mindestens drei Nicht-Düsseldorfer_innen. Etwa vier Wochen zuvor, am 4. Februar 2017, erschienen in Bochum anlässlich des außerordentlich schwachen Starts des Ruhrgebiet-Wahlkampfes der Partei sogar nur neun Personen – trotz Kooperation mit der lokalen Initiative „Deutschland am Scheideweg. Kultur und Tradition“ (DaSKuT).

„D: „Die Republikaner“ im Rather Abseits“ weiterlesen

D/NE: Die „libertäre“ und „radikalliberale“ Monatszeitschrift „eigentümlich frei“

DÜSSELDORF/RHEIN-KREIS NEUSS: Wie berichtet, erschien am 31. Oktober 2016 eine weitere Ausgabe der „LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen“. Insbesondere der Artikel über die im Verlag „Lichtschlag Medien und Werbung KG Grevenbroich und Düsseldorf“ erscheinende Monatszeitschrift „eigentümlich frei“ weist Bezüge zu Düsseldorf und zum Rhein-Kreis Neuss auf. Grund genug für „Düsseldorf Rechtsaußen“, die Kolleg_innen von der LOTTA um eine Genehmigung für die Dokumentation dieses Beitrags zu bitten. Diese bekamen wir dann auch. Vielen Dank! Autor des Artikels (LOTTA #64, Herbst 2016, S. 15 ff.) ist Jörg Kronauer.

„D/NE: Die „libertäre“ und „radikalliberale“ Monatszeitschrift „eigentümlich frei““ weiterlesen

D: Krieger und Maniera neue REP-Bundesspitze (2 Updates)

DÜSSELDORF: Der in Teilen der nordrhein-westfälischen „Die Republikaner“ (REP) umstrittene Kevin Krieger aus Pulheim (Drex berichtete hier und hier) wurde offenbar am vergangenen Samstag zum Bundesvorsitzenden der REP gewählt. Damit löste er Johann Gärtner aus Bayern ab. So zumindest verkündet es Krieger stolz auf seiner Facebook-Seite. Ausweislich der bereits aktualisierten neuen Homepage des REP-Bundesverbands fungiert der Düsseldorfer Landesvorsitzende und Stadtratsabgeordnete Andre Maniera weiterhin als stellvertretender Bundesvorsitzender, seine Lebensgefährtin Tatjana Bahtiri hat das Amt der Schatzmeisterin inne. Der Wuppertaler Thomas Kik darf sich Schriftführer nennen.
„D: Krieger und Maniera neue REP-Bundesspitze (2 Updates)“ weiterlesen

D: Die REP-Kundgebung in Eller am 17. September 2016 – eine Zusammenfassung (1 Update)

DÜSSELDORF: Erwartungsgemäß klein blieb die gestrige Kundgebung der extrem rechten Partei „Die Republikaner“ unter dem Motto „Sicherheit statt Asylchaos“ auf dem Gertrudisplatz in Düsseldorf-Eller (Düsseldorf Rechtsaußen berichtete). Zeitweise hielten sich neben Polizei und Vertreter_innen der Presse bis zu 55 Personen in dem von der Polizei recht locker abgesperrten Areal auf, davon etwa 15 REP-Funktionsträger_innen, -Aktivist_innen und Stammpublikum sowie etwa 20 weitere, die dem REP-Sympathisant_innenumfeld zugerechnet werden müssen, da sie sich großteils auf die verfügbaren Sitzgelegenheiten verteilt hatten und ihre inhaltliche Zustimmung durch Beifallsbekundungen deutlich machten. Etwa 20 weitere Personen – zum Teil auch Kinder und Jugendliche – verfolgten eher zufällig beziehungsweise aus Neugierde das Geschehen aus unmittelbarer Entfernung, ohne sich sichtbar für oder gegen die REP zu positionieren. Dieses Interesse sank jedoch desto länger sich die zweistündige Kundgebung hinzog. Beim obligatorischen Abspielen der Nationalhymne zum Ende der Aktion waren noch insgesamt 30 Personen verblieben. In ihrer Pressemitteilung sprechen die Düsseldorfer REP von „über 50 Personen“, von denen „ein großer Teil […] Anwohner des Stadtteils“ gewesen seien, „die mit deutlicher Zustimmung den Redebeiträgen der Republikaner folgten“.

„D: Die REP-Kundgebung in Eller am 17. September 2016 – eine Zusammenfassung (1 Update)“ weiterlesen

D: REP-Kundgebung in Eller angekündigt

DÜSSELDORF: Ihre nunmehr zehnte demonstrative Aktion in Düsseldorf seit dem 13. Juli 2015 wollen die extrem rechten „Republikaner“ am Samstag, 17. September 2016, im Stadtteil Eller durchführen. Zuvor hatten sie es nur zweimal aus Garath heraus geschafft, einmal nach Holthausen und einmal nach Oberbilk. Thema sind der vermeintliche „Niedergang der inneren Sicherheit“ und die angeblich „hemmungslose Zuweisungspolitik“. Wöchentlich kämen „100 bis 170 neue Asylanten nach Düsseldorf“. Immer mehr Menschen, so die REP, litten unter „den masenhaften [Fehler im Original] Übergriffen, Diebstählen und dem generellen Sicherheitsverlust“. Angekündigt wird eine „Kundgebung“ unter dem Motto „Sicherheit statt Asylchaos“ von 16 bis 18 Uhr auf dem Gertrudisplatz. Dass die Aktion in Eller stattfinden soll, verwundert nicht. Schon seit längerem zeigen die REP hier auffällig oft durch Infostände Präsenz und versuchen offenbar, sich in Eller einen zweiten Schwerpunktstadtteil aufzubauen.

„D: REP-Kundgebung in Eller angekündigt“ weiterlesen

D: „NSU-Watch NRW“ fordert Behandlung des Themas „Wehrhahn-Anschlag“ im NSU-Untersuchungsausschuss

DÜSSELDORF: Mit einer Pressemitteilung (PM) hat sich heute die Initiative „NSU-Watch NRW“, die seit etwa zwei Jahren die Arbeit des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) des NRW-Landtags zu den Ermittlungen rund um die vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ in Köln begangenen Bombenanschläge und den in Dortmund begangenen Mord kritisch verfolgt und dokumentiert, an die Öffentlichkeit gewandt. Gefordert wird, nun endlich den Wehrhahn-Sprengstoffanschlag bzw. die Ermittlungen zu diesem Anschlag im NSU-Untersuchungsausschuss NRW zu thematisieren. Es bestünde ansonsten, so die Initiative, „große Gefahr, dass das Thema Wehrhahn hinten über fällt, also nicht mehr im erforderlichen Umfang behandelt wird“.

„D: „NSU-Watch NRW“ fordert Behandlung des Themas „Wehrhahn-Anschlag“ im NSU-Untersuchungsausschuss“ weiterlesen

D: „Republikaner“ zwischen Selbstzerlegung und lokalem Aktivismus

DÜSSELDORF: Nahezu jeden Samstag ist der Düsseldorfer Kreisverband der überregional nahezu bedeutungslosen Partei „Die Republikaner“ mit Infoständen auf der Straße, um sich im öffentlichen Raum zu präsentieren und dringend benötigte Unterstützungsunterschriften für den geplanten Antritt bei den anstehenden Landtagswahlen zu sammeln. Schwerpunkte ihrer „Aktionssamstage“ sind die Stadtteile Garath, Eller und Rath. Die von den Düsseldorfer REP verbreitete Aufbruchstimmung täuscht jedoch. Der nordrhein-westfälische REP-Landesverband um den stellvertretenden REP-Bundesvorsitzenden Andre Maniera aus Düsseltal zerlegt sich stetig weiter.

„D: „Republikaner“ zwischen Selbstzerlegung und lokalem Aktivismus“ weiterlesen